@article{Baberowski2008, author = {Baberowski, J{\"o}rg}, title = {Gewalt verstehen}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {5}, number = {1}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1881}, pages = {5 -- 17}, year = {2008}, abstract = {Weil sie verletzt und Schmerzen verursacht, ist Gewalt eine fortw{\"a}hrende Irritation, eine Herausforderung f{\"u}r das Verstehen. Deshalb versuchen Historiker, die auf der Suche nach dem Sinn des vergangenen Geschehens sind, Gewalt als Ausnahmehandlung zu rationalisieren, „die Fassungslosigkeit zu domestizieren, sie wegzuerkl{\"a}ren".1 Denn das Verstehen kommt immer dann ins Spiel, wenn man sich nicht mehr im Selbstverst{\"a}ndlichen bewegt und sich das Bedrohliche wieder in die vertraute Selbstverst{\"a}ndlichkeit einf{\"u}gen soll.2 Wer im dauerhaften Kriegszustand lebt, wird die Frage nach den Ursachen der Gewalt m{\"o}glicherweise f{\"u}r {\"u}berfl{\"u}ssig halten; wer hingegen nur den Frieden kennt, braucht eine Begr{\"u}ndung f{\"u}r die Gewalt, die Menschen anderen Menschen antun. Man k{\"o}nnte auch sagen, dass Historiker Gewalt gew{\"o}hnlich als abweichendes Verhalten klassifizieren. Aus dieser Perspektive kommen ihre Fragen. Warum tun Menschen einander verst{\"o}rende Grausamkeiten an?}, language = {de} }