@article{Scheiper2008, author = {Scheiper, Stephan}, title = {Traditionen des Terrors. Eine fr{\"u}he britische Studie zur Roten Armee Fraktion (RAF)}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {4}, number = {1-2}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1904}, pages = {269 -- 274}, year = {2008}, abstract = {Zum 30. Mal j{\"a}hrte sich 2007 der „Deutsche Herbst". Angesichts der gegenw{\"a}rtigen Diskurse um Terrorismus und Innere Sicherheit besitzt das Thema eine doppelte publizistische Relevanz, auch wenn die Ereignisse des Jahres 1977 mit den gegenw{\"a}rtigen Entwicklungen kaum vergleichbar zu sein scheinen. Dennoch kann ein Blick in die Literatur jener Zeit vielleicht neue historische und aktualit{\"a}tsbezogene Erkenntnisse liefern. Jillian Becker, geboren 1932 in Johannesburg und seit den 1960er-Jahren britische Schriftstellerin und Journalistin, ver{\"o}ffentlichte kurz vor der Entf{\"u}hrung Hanns Martin Schleyers am 5. September 1977 ihr 300 Seiten starkes Werk „Hitler's Children". Die Resonanz auf Beckers Studie war in der Bundesrepublik immens, so dass das Buch nur kurze Zeit sp{\"a}ter ins Deutsche {\"u}bersetzt, im Titel mit einem Fragezeichen versehen und von der Autorin um den Epilog des „Deutschen Herbstes" bis zum Tod der „ersten Generation" der RAF erg{\"a}nzt wurde. Das Werk erhielt die Newsweek-Auszeichnung „Buch des Jahres 1977" und wurde in acht Sprachen {\"u}bersetzt. Becker hatte damit die erste fundierte und penibel recherchierte Zusammenfassung {\"u}ber den Baader-Meinhof-Terrorismus der 1970er-Jahre geliefert, was sie neben Analysen zur PLO f{\"u}r ihre politische Beratungst{\"a}tigkeit der Thatcher-Regierung in den 1980er-Jahren qualifizierte.}, language = {de} }