@article{Kunz2008, author = {Kunz, Andreas}, title = {NS-Gewaltverbrechen, T{\"a}ter und Strafverfolgung. Die Unterlagen der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen in Ludwigsburg}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {4}, number = {1-2}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1908}, pages = {233 -- 245}, year = {2008}, abstract = {Mehr als sechs Jahrzehnte nach dem Ende des „Dritten Reichs" fahndet die deutsche Justiz noch immer nach einzelnen NS-T{\"a}tern. F{\"u}r Hinweise zur Ergreifung des heute 93-j{\"a}hrigen Dr. Aribert Heim, der als SS-Lagerarzt im Konzentrationslager Mauthausen H{\"a}ftlinge durch Herzinjektionen t{\"o}tete, ist eine Belohnung von 130.000 Euro ausgesetzt. Dennoch wirft Efraim Zuroff, Direktor des Simon Wiesenthal Center in Jerusalem und Initiator der „Operation Last Chance", den deutschen Justizbeh{\"o}rden z{\"o}gerliche Ermittlungen vor, „als wollten sie die hundertsten Geburtstage [der T{\"a}ter] abwarten". {\"U}ber die Aussichten, einen NS-T{\"a}ter verurteilen zu k{\"o}nnen, zeigten sich allerdings selbst engagierte Juristen vor dem Hintergrund der sich auft{\"u}rmenden Beweisschwierigkeiten und der altersbedingten Verhandlungsunf{\"a}higkeit vieler Angeklagter schon Ende der 1970er-Jahre pessimistisch. So k{\"o}nnen die von großer medialer Aufmerksamkeit begleiteten Versuche, die T{\"a}ter zur Verantwor-tung zu ziehen, nicht dar{\"u}ber hinwegt{\"a}uschen, dass die Strafverfolgung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen in wenigen Jahren unwiderruflich enden wird.}, language = {de} }