@article{Gr{\"u}tzmacher2007, author = {Gr{\"u}tzmacher, Johannes}, title = {Meilenstein der Literatur und der Geschichtsschreibung. Solženicyns „Archipel Gulag" aus heutiger Sicht}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {3}, number = {3}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1931}, pages = {475 -- 479}, year = {2007}, abstract = {Wenn man ein Buch nennen m{\"u}sste, das am meisten zum Zerfall der Sowjetunion beigetragen hat, st{\"u}nde Solženicyns „Archipel Gulag" sicher an vorderer Stelle. Aleksandr Isaevič Solženicyn, Jahrgang 1918, war als Offizier wegen einiger abf{\"a}lliger Briefzeilen {\"u}ber Stalin 1945 verhaftet worden und brachte acht Jahre in sowjetischen Lagern und Haftanstalten zu. Nach seiner Freilassung wurde er nach Kasachstan verbannt und 1956 rehabilitiert. Mit der Publikation der Erz{\"a}hlung „Ein Tag im Leben des Ivan Denisovič" (1962) gelangte er rasch zu literarischem Ruhm, sah sich aber mit dem Ende des sowjetischen „Tauwetters" seiner Publikationsm{\"o}glichkeiten zunehmend beraubt. Seit 1958 hatte er an dem monumentalen „Archipel Gulag" gearbeitet, dies aber geheimgehalten. Als der KGB im August 1973 das Manuskript beschlagnahmte, ließ Solženicyn den ersten Band im Pariser Emigranten-Verlag YMCA-Press ver{\"o}ffentlichen. Der zweite und der dritte Band erschienen 1974 und 1976. Im Jahr 1985 folgte eine einb{\"a}ndige, gestraffte Fassung des Werks. In der Sowjetunion konnte der „Archipel Gulag" erst 1989 ver{\"o}ffentlicht werden. Solženicyn war 1974 aus der Sowjetunion ausgewiesen worden und lebte im amerikanischen Exil, bis er 1994 nach Russland zur{\"u}ckkehrte.}, language = {de} }