@article{Ortlepp2022, author = {Ortlepp, Anke}, title = {Schwarzer Feminismus. Michele Wallaces »Black Macho and the Myth of the Superwoman« (1979)}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {18}, number = {3}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-2376}, pages = {637 -- 643}, year = {2022}, abstract = {Bei seiner Erstver{\"o}ffentlichung stieß Michele Wallaces Buch »Black Macho and the Myth of the Superwoman« auf ein geteiltes Echo. W{\"a}hrend Vertreterinnen der Frauenbewegung den Text als Markstein der (afroamerikanischen) feministischen Literatur feierten, als der er auch heute noch betrachtet wird, schallte der Autorin aus anderen Teilen der {\"O}ffentlichkeit vor allem Kritik entgegen. In »Black Macho« setzte sich Wallace provokant mit dem geschlechterpolitischen Erbe der B{\"u}rgerrechtsbewegung auseinander. Vor allem die Black-Power-Bewegung habe ein Ideal schwarzer Hypermaskulinit{\"a}t hervorgebracht, das afroamerikanische M{\"a}nner in ihren Entwicklungspotentialen beschr{\"a}nke und schwarze Frauen dauerhaft in traditionellen Rollen an den R{\"a}ndern einer patriarchalischen Gesellschaftsordnung gefangen halte. Wallace interessierte sich besonders f{\"u}r die intersektionalen Verflechtungen von Race, Class und Gender, die afroamerikanische Frauen und M{\"a}nner auf unterschiedliche Art und Weise marginalisierten. Ihr Buch war zugleich eine Abrechnung mit der US-amerikanischen Gesellschaft, in deren Selbstverst{\"a}ndnis, so Wallace, Rassismus und Sexismus seit der Kolonialzeit fest verankert waren und die People of Color seit Jahrhunderten strukturell benachteiligte.}, language = {de} }