@article{KazemianMartschukatScholz2022, author = {Kazemian, Mostafa and Martschukat, J{\"u}rgen and Scholz, Sylka}, title = {M{\"a}nnlichkeit und Arbeit. Diskurse - Strukturen - Praktiken}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {18}, number = {3}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-2380}, pages = {562 -- 583}, year = {2022}, abstract = {Wie h{\"a}ngen Arbeit und Geschlecht, Erfahrungen marginalisierter M{\"a}nnlichkeit und die M{\"o}glichkeiten des Zugangs zu (Erwerbs-)Arbeit zusammen? Dies war die Ausgangsfrage des vorliegenden Gespr{\"a}chs. Ausdr{\"u}cklich wollten wir dabei eine relationale Perspektive einnehmen, weil - je nach Kontext differierende - Vorstellungen und Praktiken von M{\"a}nnlichkeit nicht ohne Vorstellungen von Weiblichkeit zu verstehen sind und hegemoniale M{\"a}nnlichkeit auf marginalisierte M{\"a}nnlichkeiten verweist. Das Interesse am Thema erwuchs aus einem Forschungsprojekt zu »Maskulinit{\"a}t(en)«, das Cornelia Brink (Neuere und Neueste Geschichte, Historische Anthropologie) und Olmo G{\"o}lz (Islamwissenschaft, Iranistik) gemeinsam mit Kolleg*innen aus weiteren Disziplinen seit 2020 als Teilprojektleiter*innen im Sonderforschungsbereich 948 »Helden - Heroisierungen - Heroismen. Transformationen und Konjunkturen von der Antike bis zur Moderne« an der Albert-Ludwigs-Universit{\"a}t Freiburg bearbeiten. Der Forschungsgruppe geht es darum, Heldentum und M{\"a}nnlichkeiten zusammenzudenken und das Heroische als - m{\"o}glicherweise - zugangsregulierendes Paradigma f{\"u}r Positionen in Geschlechterordnungen zu problematisieren. In einer interdisziplin{\"a}r besetzten Diskussionsrunde und mit dem Blick »von außen«, d.h. jenseits der Heldenforschung, sollte die Frage nach Zugang und Ausschluss, den damit verbundenen Wahrnehmungen, Handlungsoptionen und (vermeintlichen) Anspr{\"u}chen f{\"u}r den Zusammenhang von M{\"a}nnlichkeit und Arbeit erweitert werden. Neben ihrer jeweiligen fachlichen Spezialisierung aus Medizin/Psychoanalyse, Geschichte und Soziologie brachten die Beteiligten durch ihre nicht nur berufliche Sozialisation in Iran und in der Schweiz, in der (»alten« und »neuen«) Bundesrepublik und den USA sowie in der DDR und im vereinten Deutschland ganz unterschiedliche lebensgeschichtliche Zug{\"a}nge ein. In einer Zeit, in der interdisziplin{\"a}re Zusammenarbeit sich als Versprechen ganz selbstverst{\"a}ndlich in Antr{\"a}gen findet, die geistes- und sozialwissenschaftliche Praxis dagegen weiter oft von wechselseitigen Abgrenzungen der einzelnen F{\"a}cher bestimmt zu sein scheint, sehen wir einen wichtigen Ertrag des Gespr{\"a}chs in der Ann{\"a}herung an einen gemeinsamen Problemzusammenhang aus verschiedenen fachlichen Perspektiven.}, language = {de} }