@article{LingelbachR{\"o}ssel2022, author = {Lingelbach, Gabriele and R{\"o}ssel, Raphael}, title = {Kuren, R{\"u}sten, Urlaube. Freizeiten behinderter Menschen und ihrer Familien in Ost- und Westdeutschland}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {19}, number = {2}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-2436}, pages = {303 -- 327}, year = {2022}, abstract = {Der Beitrag untersucht den Wandel der Freizeit- und Kurinfrastruktur f{\"u}r behinderte Menschen und ihre Angeh{\"o}rigen in der deutsch-deutschen Systemkonkurrenz. In der Bundesrepublik und in der DDR waren diese Maßnahmen sehr unterschiedlich organisiert und an die jeweiligen Familienideale angelehnt. W{\"a}hrend das westdeutsche M{\"u}ttergenesungswerk seit den 1950er-Jahren Sonderkuren f{\"u}r besonders belastete Hausfrauen anbot, blieben staatliche Freizeiten in der DDR zun{\"a}chst Werkt{\"a}tigen vorbehalten. Gerade f{\"u}r M{\"u}tter behinderter Kinder ließ die DDR-Staatsf{\"u}hrung der Diakonie eine Nische. Trotz solcher divergierenden Tr{\"a}gerstrukturen verlief der Wandel ost- und westdeutscher Angebote in {\"a}hnlichen Phasen. Im Westen war es der Contergan-Skandal Anfang der 1960er-Jahre, der eine st{\"a}rkere Aufmerksamkeit auf die betroffenen Familien lenkte. Der Ausbau von Erholungsangeboten setzte sich auch »nach dem Boom« fort. Im Osten erkannte die SED-F{\"u}hrung ab den 1960er-Jahren die Versorgung der Angeh{\"o}rigen behinderter Menschen als Staatsaufgabe an und intensivierte ihr Engagement auch auf Druck von Eingaben Betroffener. Auff{\"a}llig ist f{\"u}r beide deutsche Staaten, dass V{\"a}ter lange Zeit eher abwesend blieben. Eine andere Gemeinsamkeit waren die fortbestehenden Barrieren an vielen Urlaubsorten.}, language = {de} }