@article{Winkler2022, author = {Winkler, Ulrike}, title = {F{\"u}r »unsere Menschen«? Materielle Barrieren und deren Abbau im Alltag von Menschen mit Behinderungen in der DDR}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {19}, number = {2}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-2437}, pages = {281 -- 302}, year = {2022}, abstract = {Die DDR verstand die gesellschaftliche Rehabilitation von Menschen mit k{\"o}rperlichen Beeintr{\"a}chtigungen als sozialstaatliche Aufgabe. W{\"a}hrend die Integration in die Arbeitswelt vergleichsweise gut erforscht ist, sind zu den Bereichen Wohnen und Mobilit{\"a}t noch viele Fragen offen. Welche Maßnahmen ergriff der Staat, um k{\"o}rperlich eingeschr{\"a}nkte Menschen in diesen Bereichen zu f{\"o}rdern? Welche Rolle spielten hierbei Kreis{\"a}rzte und Stadtarchitekten? Welche Ergebnisse wurden in der Praxis erzielt? Erkennbar war vor allem seit Mitte der 1970er-Jahre das staatliche Bem{\"u}hen, den Betroffenen mit Hilfsmitteln und Baumaßnahmen die gesellschaftliche Teilhabe zu erm{\"o}glichen. Doch die begrenzten Ressourcen und die planwirtschaftlichen Strukturen des SED-Staates erschwerten dies. Zudem konnte der Abbau materieller H{\"u}rden neue Barrieren hervorrufen - etwa in Fußg{\"a}ngerzonen. Betroffene entwickelten deshalb eigene, durchaus erfolgreiche Initiativen. Anhand von Beispielen aus Karl-Marx-Stadt, Halle an der Saale und Greifswald bietet der Aufsatz Einblicke in einen Alltag von Menschen mit Behinderungen, der von Ambivalenzen und Handlungsspielr{\"a}umen ebenso gepr{\"a}gt war wie von Beschr{\"a}nkungen seitens staatlicher Stellen.}, language = {de} }