@incollection{Rauch2021, author = {Rauch, Raphael}, title = {"Vom ersten bis zum letzten Buchstaben authentisch"? Das Ringen um Authentizit{\"a}t bei der Holocaust-Serie "Ein St{\"u}ck Himmel" (1982)}, booktitle = {Echt inszeniert. Historische Authentizit{\"a}t und Medien in der Moderne}, editor = {Classen, Christoph and Saupe, Achim and Wagner, Hans-Ulrich}, publisher = {Leibniz-Zentrum f{\"u}r Zeithistorische Forschung (ZZF): zdbooks}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-2447}, pages = {164 -- 193}, year = {2021}, abstract = {Die TV-Serie »Holocaust« hat die deutsche Erinnerungskultur maßgeblich gepr{\"a}gt. Dabei war die Serie umstritten, unter anderem wegen ihres fiktionalen Charakters und wegen teilweise ahistorischer Stellen. »Wenn die nicht mal das richtig machen, dann stimmt auch alles andere nicht«, lautete ein Vorwurf an die amerikanischen Serienmacher. Das deutsche Fernsehen antwortete auf »Holocaust« mit Projekten, die eine besondere Form von Authentizit{\"a}t f{\"u}r sich reklamierten: Verfilmungen nach einer wahren Begebenheit, f{\"u}r deren Authentizit{\"a}t Zeitzeug*innen b{\"u}rgten. Die TV-Serie »Ein St{\"u}ck Himmel« war die gr{\"o}ßte Antwort auf »Holocaust« Anfang der 1980er Jahre. Sie erz{\"a}hlt das {\"U}berleben des j{\"u}dischen M{\"a}dchens Janina David. Der Aufsatz schildert, inwiefern Adaptionen zulasten von Authentizit{\"a}t gehen. Das TV-Team stand vor großen Herausforderungen, eine ansprechende Form von seriellem Erz{\"a}hlen mit Authentizit{\"a}t in Einklang zu bringen. Entsprechend gab es am Set heftige Kontroversen. Deutlich wird: Authentizit{\"a}t ist ein skalierbarer Wertbegriff. Er basiert auf verschiedenen Zuschreibungen, mit denen Akteur*innen ihre unterschiedlichen Interessen zur Realisierung oder Vermarktung der Serie argumentativ aufladen.}, language = {de} }