@incollection{Lethen2021, author = {Lethen, Helmut}, title = {Die Seeschlacht bei Lepanto als umherirrendes Geschichtszeichen}, booktitle = {Echt inszeniert. Historische Authentizit{\"a}t und Medien in der Moderne}, editor = {Classen, Christoph and Saupe, Achim and Wagner, Hans-Ulrich}, publisher = {Leibniz-Zentrum f{\"u}r Zeithistorische Forschung (ZZF): zdbooks}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-2453}, pages = {299 -- 317}, year = {2021}, abstract = {Geschichtszeichen gehen von einer gewissen geografischen oder historischen Ferne aus, von der man ein Ereignis (z.B. die Franz{\"o}sische Revolution von K{\"o}nigsberg aus) betrachtet und als erhabenes Zeichen eines Wendepunkts in der Geschichte begreift. 1940 ver{\"o}ffentlichte der Milit{\"a}rhistoriker Felix Hartlaub seine Dissertation: »Don Juan d'Austria und die Schlacht bei Lepanto«. Hierin konstruiert er die Seeschlacht der siegreichen Abwehr des Osmanischen Reichs im Jahr 1571 als Geschichtszeichen. Doch w{\"a}hrend seiner T{\"a}tigkeit als Kriegstagebuchschreiber im »F{\"u}hrerhauptquartier Wolfsschanze« (1943-1944) erlebte er das Milit{\"a}r aus zu großer N{\"a}he, sodass der Geist seines Heldenepos in den letzten Jahren des Krieges von seiner Erfahrung im Oberkommando der Wehrmacht (OKW) regelrecht zerschreddert wurde. Die Neuausgabe seines »Lepanto-Buchs« erf{\"a}hrt in den letzten Jahren eine große Resonanz im Lager der Neuen Rechten. Man geht auf Tuchf{\"u}hlung mit einem Geschichtszeichen, von dem man sich eine mythische Ausstrahlung erhofft.}, language = {de} }