@misc{Davies2024, author = {Davies, Franziska}, title = {Der koloniale Blick auf Osteuropa. Der Auftritt von Harald Welzer als Symptom deutscher Schieflagen}, publisher = {ZZF - Leibniz-Zentrum f{\"u}r Zeithistorische Forschung: zdbooks}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-2777}, pages = {196 -- 204}, year = {2024}, abstract = {Am 8. Mai 2022 war in der Talkshow von Anne Will der Krieg Russlands gegen die Ukraine Thema. Die G{\"a}ste waren der Generalsekret{\"a}r der SPD Kevin K{\"u}hnert, der ehemalige CDU-Politiker Ruprecht Polenz, der Botschafter der Ukraine in Deutschland Andrij Melnyk, die Fraktionsvorsitzende der Gr{\"u}nen Britta Haßelmann sowie der Soziologe/Sozialpsychologe Harald Welzer. Jede Einladungsliste einer Talkshow folgt einer bestimmten Logik: Es sollen kontr{\"a}re Positionen aufeinandertreffen und Repr{\"a}sentant:innen aus Medien, Gesellschaft und Politik und (manchmal) der Wissenschaft vertreten sein. Auf den ersten Blick k{\"o}nnte man also sagen, dass diese Runde durchaus gut gew{\"a}hlt war mit Stimmen, bei denen es absehbar war, dass die Debatte kontrovers werden w{\"u}rde. Tats{\"a}chlich aber war die Rollenzuweisung Welzers von vornherein problematisch: Er ist zwar zweifelsohne ein ausgewiesener Wissenschaftler, der mit "Opa war kein Nazi" auch f{\"u}r die Geschichtswissenschaft ein wichtiges Buch vorgelegt hatte, Osteuropa-Expertise besitzt Welzer hingegen nicht.}, language = {de} }