@article{Doil2024, author = {Doil, Lukas}, title = {Korrodierte Charaktere? Richard Sennett {\"u}ber die Subjekte im »neuen Kapitalismus« (1998)}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {20}, number = {3}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-2820}, pages = {507 -- 516}, year = {2024}, abstract = {Wie verarbeiten Menschen die neuen Anforderungen der Arbeitswelt? Wie gehen sie mit st{\"a}ndiger Verf{\"u}gbarkeit, wechselnden Arbeitsorten oder pl{\"o}tzlichen Entlassungen um? Der Soziologe Richard Sennett (geb. 1943) war 1998 dem »Zauberwort des globalen Kapitalismus« (Klappentext) auf der Spur: der »Flexibilit{\"a}t«. Sein Hauptinteresse galt dem Wandel der Arbeit in den USA und den Konsequenzen f{\"u}r die arbeitenden Menschen. Das Repertoire der Polit{\"o}konomie-Analyse marxistischer Provenienz machte er sich dabei bewusst nicht zu eigen. »Der Fehler des alten Marxismus« sei es gewesen, dass in ihm »keine Menschen vorkamen, sondern lediglich Kategorien«. Die Vertreter:innen dieses Marxismus h{\"a}tten sich nicht darauf eingelassen, die »Verwirrungen gelebter Erfahrungen zu betrachten«. Solche Erfahrungsbr{\"u}che stehen im Mittelpunkt von Sennetts zeitdiagnostischem Essay »The Corrosion of Character«. Der Berlin-Verlag gab der deutschen Ausgabe den griffigen Titel »Der flexible Mensch«. Das Buch wurde international zum »Longseller«, und Sennett erhielt in Deutschland diverse hochdotierte Preise. Laudator:innen und Kommentator:innen aus verschiedenen politischen Richtungen waren sich einig: Sennett habe eine wichtige und eing{\"a}ngige Gegenwartsdiagnose vorgelegt.}, subject = {Sennett, Richard : The Corrosion of Character}, language = {de} }