@article{H{\"a}ußler2024, author = {H{\"a}ußler, Mathias}, title = {»Elvis Presley wird Deutscher«. Die Produktion eines transatlantischen Stars im Kinofilm »G.I. Blues«/»Caf{\´e} Europa« (1960)}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {20}, number = {3}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-2821}, pages = {517 -- 530}, year = {2024}, abstract = {Es war eine Sensation: Der »King of Rock 'n' Roll« sang auf Deutsch! Gegen Mitte des Kinofilms »Caf{\´e} Europa« (1960; amerikanischer Originaltitel: »G.I. Blues«) stimmte Elvis Presley (1935-1977) pl{\"o}tzlich das bekannte Volkslied »Muß i denn…« an. Er trat in der Rolle des in Westdeutschland stationierten US-Soldaten Tulsa McLean auf - im Duett mit einer Kasperle-Figur und begleitet lediglich von einem Akkordeonspieler. Besonders die deutschen Fans waren verz{\"u}ckt: In den Kinos{\"a}len der Bundesrepublik wurde eifrig mitgeklatscht und mitgesungen; auch die - urspr{\"u}nglich f{\"u}r den deutschen Markt gar nicht als Single-Auskopplung vorgesehene - Schallplatte verkaufte sich innerhalb weniger Wochen {\"u}ber 400.000 Mal und erreichte mit Platz 2 die bis dato beste Chart-Position des S{\"a}ngers in Westdeutschland. Doch nicht alle freuten sich {\"u}ber den Marketing-Stunt: Die West-Berliner Radiosender SFB und RIAS verbannten den Song aus ihren Programmen, ebenso wie der Bayerische Rundfunk. W{\"a}hrend die Berliner Sender die Aufnahme lediglich als »bewußte Verschnulzung deutscher Volkslieder« kritisierten, sah der »Tanzmusik-Chef« des Bayerischen Rundfunks in dem »bescheiden verhotteten, also rhythmisch aufgem{\"o}belten Volkslied« (so der »Spiegel«) gar eine Motivation, deutsches Liedgut k{\"u}nftig wieder »ernsthaft« zu pflegen: »Wir lassen uns das nicht vom Ausland oktroyieren.«}, subject = {Presley, Elvis}, language = {de} }