Deutsche Kolonialgeschichte vor Gericht

  • Der Völkermord an den Ovaherero und Nama gehört seit einigen Jahren zu den großen geschichtspolitischen Themen der Bundesrepublik und findet aktuell auch international eine bis dato ungekannte Aufmerksamkeit. Hintergrund hierfür ist die Klage der Ovaherero und Nama, die im Januar 2017 am Bundesbezirksgericht in New York eingereicht wurde. Dabei handelt es sich um eine Sammelklage gegen die Bundesregierung, mit der die KlägerInnen Entschädigung für den Genozid und den Verlust von Eigentum erwirken wollen. Die geforderte Entschädigung wird in der Klageschrift nicht näher spezifiziert, vielmehr sollen Form und Umfang im Verfahren geklärt werden. Der Prozess hat noch nicht begonnen. Bislang scheiterte das Verfahren bereits daran, die Zulässigkeit der Klage zu prüfen. Am 25. Januar 2018 vertagte das zuständige Bundesbezirksgericht in New York diese Prüfung nach wenigen Minuten erneut, da sich der Anwalt der Bundesregierung mehr Vorbereitungszeit erbat.

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Metadaten
Author:Christiane BürgerGND
URL:https://zeitgeschichte-online.de/kommentar/deutsche-kolonialgeschichte-vor-gericht
DOI:https://doi.org/10.14765/zzf.dok.3.1219
Document Type:Online Publication
Language:German
Date of first Publication:2018/08/26
Release Date:2018/09/14
ZZF Chronological-Classification:20. Jahrhundert
ZZF Topic-Classification:Dekolonisation
ZZF Regional-Classification:Afrika / Afrika südlich der Sahara
Portal:Zeitgeschichte online
Licence (German):License LogoZZF - Clio Lizenz