Neue Perspektiven in der Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts

  • Am 6. Dezember wird Timothy Snyder der Hannah-Arendt-Preis im Bremer Rathaus verliehen. Sein Buch „Bloodlands. Europe between Hitler and Stalin“, das 2010 in den USA und 2011 in deutscher Übersetzung erschien, hat die Geschichtsschreibung nachhaltig verändert. Erstmals hat ein Historiker explizit die Massenmorde des nationalsozialistischen und stalinistischen Regimes in Beziehung gesetzt und jene ostmitteleuropäische Region von Zentralpolen, der Ukraine und den baltischen Staaten bis Weißrussland in den Mittelpunkt gestellt, in der von 1917 bis 1947/48 etwa 14 Millionen Menschen starben, keine Soldaten, sondern wehrlose Zivilisten, Männer, Frauen, Kinder – die „Bloodlands“.
Metadaten
Author:Michael Wildt
URL:https://zeitgeschichte-online.de/kommentar/neue-perspektiven-der-gewaltgeschichte-des-20-jahrhunderts
DOI:https://doi.org/10.14765/zzf.dok-1284
Publisher:ZZF - Centre for Contemporary History Potsdam: Zeitgeschichte online
Document Type:Online Publication
Language:German
Date of first Publication:2013/12/01
Release Date:2019/03/13
ZZF Chronological-Classification:20. Jahrhundert
ohne epochalen Schwerpunkt
1900-1945
21. Jahrhundert
ZZF Topic-Classification:Gewalt
Holocaust
Genozide
Antisemitismus
Flucht und Vertreibung
Weltgeschichte
Krieg
Oral History
Zeitzeugen
ZZF Regional-Classification:regional übergreifend
Portal:Zeitgeschichte online
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