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    <title>https://zeitgeschichte-digital.de/doks</title>
    <description>OPUS documents</description>
    <link>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/index/index/</link>
    <pubDate>Mon, 15 Dec 2025 12:08:48 +0100</pubDate>
    <lastBuildDate>Mon, 15 Dec 2025 12:08:48 +0100</lastBuildDate>
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      <title>Hilfe für Gewaltregime? Die bundesdeutsche Militärkooperation mit Ruanda (1962–1994)</title>
      <link>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2938</link>
      <description>Seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland nehmen alle Bundesregierungen für sich in Anspruch, eine auf Frieden ausgerichtete Politik zu verfolgen. In Zeiten des Ost-West-Konflikts unterstützten sie in Afrika, Asien und Lateinamerika häufig aber auch autokratisch oder diktatorisch regierte Staaten mit fragwürdiger Menschenrechtsbilanz – darunter das seit 1962 unabhängige Ruanda. 1994 ließ dort eine verbrecherische Elite Hunderttausende Tutsi ermorden. Die Bundesregierung hatte die am Genozid beteiligte ruandische Armee zwischen 1978 und 1994 durch eine Bundeswehr-Beratergruppe in Kigali unterstützt. Schon zuvor hatte es Ausrüstungs- und Ausbildungshilfen gegeben. Die Auswertung kürzlich offengelegter Ministerial­akten zeigt allerdings, dass die Bundesministerien weniger an einer Effizienzsteigerung der ruandischen Streitkräfte oder an einer Demokratisierung interessiert waren. In der Logik des Ost-West-Konflikts versuchten sie mit geringen Ressourcen gute Beziehungen zu pflegen und sich Rückhalt für eigene Positionen zu sichern. Aufgrund außenpolitischer Abwägungen hielt die Bundesregierung auch nach 1990 an der Militärkooperation fest. Von der Eskalation zum Genozid wurde sie überrascht.</description>
      <author>Torsten Konopka</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2938</guid>
      <pubDate>Mon, 15 Dec 2025 12:08:48 +0100</pubDate>
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      <title>»Keine Zeit für Abenteuer« (ZDF 1970). Eine Fernsehserie und der Wandel der bundesdeutschen Entwicklungsdebatte</title>
      <link>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2937</link>
      <description>Im Sommer und Frühherbst 1970 strahlte das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) 13 Folgen einer Serie aus, die die Arbeit fiktionaler westdeutscher Entwicklungshelferinnen und -helfer in Brasilien darstellte. In entwicklungspolitischen Kreisen stieß die Serie aufgrund ihrer stereotypen Behandlung des Themas auf erhebliche Kritik. Aber auch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) suchte sich von der Sendung zu distanzieren, die seine Presse- und Öffentlichkeitsabteilung selbst mit angeregt und finanziell gefördert hatte, um für die Entwicklungshilfe zu werben. Der Aufsatz stellt die Inhalte der Serie dar und untersucht davon ausgehend die Motive hinter der ungewöhnlichen Kooperation. Dabei liegt der Fokus auf den Akteuren im BMZ, die die für sie neuartige Zusammenarbeit mit Fernsehleuten als Kontrollverlust erlebten. Die Analyse der TV-Produktion verdeutlicht zugleich den raschen Wandel in der bundesrepublikanischen Bewertung des Developmentalism. Dieser Wandel lässt sich auf die Entwicklungspraxis selbst zurückführen, aber auch auf globalhistorische Zäsuren der 1970er-Jahre.</description>
      <author>David Kuchenbuch</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2937</guid>
      <pubDate>Mon, 15 Dec 2025 11:43:07 +0100</pubDate>
    </item>
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      <title>Postkolonialer Partner? Die deutsch-togoischen Beziehungen 1960-1993</title>
      <link>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2949</link>
      <description>Die deutsch-togoischen Beziehungen nach 1960 werden erstmals eingehend untersucht.&#13;
In den 1880er Jahren errichtete das wilhelminische Kaiserreich ein »deutsches Schutzgebiet Togo«, das seinerzeit als »Musterkolonie« galt. Dieser Mythos wirkte auch lange nach dem Ende der deutschen Herrschaft 1914 bis in die 1980er Jahre fort. Welche Beziehungen die Bundesrepublik und Togo vor diesem Hintergrund nach 1945 aufbauten, war dennoch bislang kaum erforscht. Stefan Seefelder zeigt erstmals, wie Togo zum Experimentierfeld der Entwicklungshilfe und einer eigenständigen Außenpolitik der Bundesrepublik im Globalen Süden wurde. Anhand zahlreicher Akten aus deutschen, togoischen und ghanaischen Archiven bietet der Autor einen fundierten Einblick in den deutsch-togoischen Austausch von der Unabhängigkeit 1960 bis zur Einstellung der diplomatischen Beziehungen 1993. Dabei werden sowohl die gemeinsamen politischen und wirtschaftlichen Interessen als auch die Herausforderungen und das Scheitern vieler Kooperationen deutlich. Fallstudien zur Entwicklungshilfe, zur Infrastruktur der Hauptstadt Lomé und zur Rolle Togos im Ost-West-Konflikt vertiefen das Verständnis für die vielschichtigen Dynamiken dieser Beziehungen.</description>
      <author>Stefan Seefelder</author>
      <category>book</category>
      <guid>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2949</guid>
      <pubDate>Mon, 29 Sep 2025 15:03:07 +0200</pubDate>
    </item>
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      <title>Neue Perspektiven auf die Geschichte des Massakers von Gardelegen</title>
      <link>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2856</link>
      <description>Die Besucher: innen der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe Gardelegen stehen vor Ort vor einer Herausforderung: Am historischen Tatort des Massakers von Gardelegen, bei dem in der Nacht vom 13. auf den 14. April 1945 über 1000 KZ-Häftlinge ermordet wurden, werden sie mit einem Verbrechen konfrontiert, zu dem nur wenige Primärquellen überliefert sind. Die Gedenkstätte möchte den Besucher:innen jedoch eine Annäherung an das Thema und gleichzeitig einen Ansatz bieten, zu verstehen, wie es im April 1945 in einer ländlichen Region kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs noch zu einem der größten Endphaseverbrechen kommen konnte. Dieser Anspruch wird dort zum Problem, wo es nur wenig überliefertes Quellenmaterial gibt, das für geschichtsdidaktische Zwecke geeignet ist. Notwendig wird somit ein anderes Medium, das zusätzlich das didaktische Dilemma der Unzeigbarkeit der historischen Beweisaufnahmen bricht und es vermag, die Betrachter: innen auf andere Weise mit den historischen Tatsachen der Ereignisgeschichte zu konfrontieren: Zeichnungen im Stil einer Graphic Novel.&#13;
Im Folgenden wird zunächst der historische Kontext dargestellt und dann exemplarisch auf die Frage eingegangen, wo durch den Einsatz zeichnerischer Elemente neue Perspektiven auf die Geschichte des Massakers von Gardelegen eröffnet werden können.</description>
      <author>Lukkas Busche</author>
      <category>webpublication</category>
      <guid>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2856</guid>
      <pubDate>Wed, 23 Apr 2025 10:14:51 +0200</pubDate>
    </item>
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      <title>Der Klang der Selbstbehauptung. Musik und Politik in der Ukraine seit 1989</title>
      <link>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2784</link>
      <description>Musik begleitete die Souveränitätskämpfe und Nationsbildungsprozesse der Ukraine im 20. und 21. Jahrhundert und brachte dabei eines der zentralen Narrative der ukrainischen Geschichte zum Klingen: die Geschichte vom langen Kampf um die Unabhängigkeit. Sie erzählt von der ukrainischen Behauptung gegen die polnisch-litauische Adelsrepublik, die Habsburgermonarchie, das russische Zarenreich und die Sowjetunion. Schützen- und Rebellenlieder begleiteten die ukrainischen Befreiungskämpfe rund um den Ersten und Zweiten Weltkrieg. Sie sind bis heute aktuell. Ertönten in der ersten Hälfte des Jahrhunderts patriotische Marschlieder, so änderte sich der Klang der Musik in der zweiten. Barden- und Kobsarenmusik wurden zum Ausdruck von Dissens besonders in der Sowjetukraine, als auch in der gesamten Sowjetunion. Und auch im Übergang der Ukraine vom sowjetischen zum postsozialistischen Staat war die Musik Teil der aufflammenden zivilgesellschaftlichen, kulturellen und politischen Souveränitätsbewegung. Im Vorfeld des Eurovision Song Contest, den die Ukraine wegen des Krieges in Großbritannien ausrichtet, lohnt sich ein Blick zurück auf die Verschränkung von Musik und Politik in der unabhängigen Ukraine.</description>
      <author>Julia Elena Grieder</author>
      <category>webpublication</category>
      <guid>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2784</guid>
      <pubDate>Wed, 12 Jun 2024 13:35:23 +0200</pubDate>
    </item>
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      <title>Endloser Februar! Russische Musik gegen Krieg, Lügen und Diktatur</title>
      <link>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2783</link>
      <description>Russians Against War, Voices Of Peace, Sound of Peace und Stand With Ukraine Charity Tour: So hießen die Konzertreihen, die russische Musiker:innen nach Beginn der Invasion zur Unterstützung des angegriffenen Nachbarlands organisiert haben. Bekannte Künstler:innen wie Noize MC, Monetotschka, Zemfira oder Oxxxymiron spielten in Berlin, Helsinki, London, Istanbul, Prag, Tbilisi, Tallinn und Warschau. Viele der auftretenden Künstler:innen haben seit Jahren Schwierigkeiten, in Russland Konzerte zu spielen. Die meisten haben nach dem 24.02.22 das Land verlassen, einige sind zu ausländischen Agenten erklärt worden. Im europäischen Ausland spielen sie die Lieder, die in Russland niemand hören soll – und die über YouTube doch ein Publikum finden. Sie singen über ihr Heimatland, das von einem „Amok laufenden alten Gnom“ (Oxxxymiron) beherrscht wird, der die Ukraine mit Gewalt überzieht und der Welt mit dem Atompilz droht. Sie beklagen Propaganda und Lüge, Zensur und Unterdrückung, Militarisierung und Kriegskult. Die Musiker:innen sammeln Geld für ukrainische Geflüchtete und rufen auf den europäischen Bühnen die zwei Worte, die in Russland nicht gesagt werden dürfen: нет войне, Nein zum Krieg.</description>
      <author>Alexa von Winning</author>
      <category>webpublication</category>
      <guid>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2783</guid>
      <pubDate>Wed, 12 Jun 2024 13:28:43 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>#WAR. Der Krieg gegen die Ukraine in den sozialen Netzwerken</title>
      <link>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2781</link>
      <description>Der Krieg in der Ukraine ist nicht der erste in den Sozialen Medien. Doch kein anderer ging bisher so viral: 62 Milliarden Aufrufe für den Hashtag #ukraine auf der Social Media Plattform TikTok allein deuten die Dimension der Reichweite an, die schon zu der Bezeichnung „TikTok Krieg“ führte. Die verschiedenen Akteur:innen stehen sich nicht nur physisch-militärisch gegenüber, sondern ringen in einem steten Kampf um Likes in den Sozialen Netzwerken, um die Aufmerksamkeit eines weltweit wachsenden Publikums und die Hoheit der Narrative. Inzwischen ist die Rede von einem „LikeWar“, in dem es allerdings nicht um Likes, sondern um Leben und Tod geht. Dieser Bereich der Cognitive Warfare, bei der das Denken und Handeln von Individuen und Kollektiven das Schlachtfeld bildet, zieht sich durch alle Bereiche des Krieges in der Ukraine und darüber hinaus. Dabei zeigt sich der weltanschauliche Gegensatz zwischen Diktatur und Demokratie auch im Umgang mit und Einsatz von Sozialen Medien.</description>
      <author>Daniel Weinmann</author>
      <category>webpublication</category>
      <guid>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2781</guid>
      <pubDate>Wed, 12 Jun 2024 13:11:03 +0200</pubDate>
    </item>
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      <title>Russlands Krieg gegen die Ukraine ist auch ein Krieg gegen Georgien. Perspektiven aus einem Land, das die russische Aggression kennt</title>
      <link>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2779</link>
      <description>Das erste, was man in Georgien am 24. Februar nach Russlands Angriff auf die Ukraine dachte, war: Fängt jetzt auch der Krieg gegen Georgien wieder an? Sind wir das nächste Land? Auch in Georgien fanden mehrere Demonstrationen gegen den Krieg statt, und die georgische Bevölkerung steht der Ukraine bei, aber die angespannte Situation ist auf andere Art zu spüren. Die Menschen solidarisieren sich nicht nur aus Mitleid mit der ukrainischen Bevölkerung, sondern vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen. Der Krieg im August des Jahres 2008 hat Spuren hinterlassen.</description>
      <author>Salome Belkania</author>
      <category>webpublication</category>
      <guid>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2779</guid>
      <pubDate>Wed, 12 Jun 2024 12:49:06 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Vergangene Zukunft? Der russisch-ukrainische Krieg und die Rückkehr der modernen Zeiterfahrung</title>
      <link>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2768</link>
      <description>Seit dem Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine überbieten sich die Prognosen über den Anbruch einer neuen (oder alten?) Zeit der Geopolitik. Es prägen die Sorgen des „Krieges in Europa“ beziehungsweise eines „Dritten Weltkrieges“, in dem sich die Kategorien des Westens und Ostens, der Demokratie und Diktatur (wieder) feindselig gegenüberstehen.&#13;
Die Bedrohungskulisse des Krieges suggeriert die Reaktivierung einer Zukunftsperspektive, die sich als genuin modern bezeichnen lässt: erstens und ganz banal, weil sich darin die moderne Geschichte des 19. und vor allem des 20. Jahrhunderts zu wiederholen scheint; zweitens aufgrund der wiedergewonnenen Bedeutung des historischen Ost-West-Konfliktes, die die bereits länger diskreditierte These eines postmodernen Endes der Geschichte nach 1989 endgültig archiviert; und schließlich, weil der Krieg einen Erwartungshorizont eröffnet, dessen Gestaltung allein in den Händen der Menschen – nicht Gottes, der Viren oder des Klimas – liegt und somit eine völlig menschliche „Machbarkeit“ der eigenen Geschichte voraussetzt. &#13;
Erleben wir aber wirklich eine Rückkehr der Moderne oder wie können wir die Zeiterfahrung sonst begreifen, die durch den Diskurs über den Krieg gerade ausgelöst wird? Ich möchte hier einige Überlegungen über diese Fragen zusammentragen, die mich in den letzten Tagen und Wochen begleitet haben.</description>
      <author>Clara M. Frysztacka</author>
      <category>webpublication</category>
      <guid>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2768</guid>
      <pubDate>Wed, 12 Jun 2024 12:17:05 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Vom Pazifismus zur Konfrontation? Japan und der russisch-ukrainische Krieg</title>
      <link>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2767</link>
      <description>Die Volksrepublik China, die Mongolei, Nordkorea und Japan – vier von insgesamt vierzehn direkten Nachbarn Russlands sind ostasiatische Staaten. Im Allgemeinen wird Russland als geografisches, politisches und kulturelles Bindeglied zwischen Asien und Europa verstanden. Allerdings wird Russland in Ostasien und „in Japan nicht primär als europäische, sondern als asiatische Macht wahrgenommen.“ Aus Japans Sicht führt die asiatische Großmacht Russland unter Missachtung territorialer Grenzen einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit Auswirkungen auf Japans politische Agenda.</description>
      <author>Takuma Melber</author>
      <category>webpublication</category>
      <guid>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2767</guid>
      <pubDate>Wed, 12 Jun 2024 12:14:16 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Kiew im Februar 2022. Ein Forschungsaufenthalt in einer bedrohten Stadt</title>
      <link>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2759</link>
      <description>Am 15. Februar, etwas mehr als eine Woche vor Beginn der russischen Invasion in die Ukraine, war ich zum letzten Mal im Archiv des ukrainischen Geheimdienstes SBU. Als ich mich von der Lesesaalaufsicht verabschiedete und ihr sagte, ich hoffe, bald zurückkehren zu können, blickte ein älterer Nutzer auf. Wo ich denn herkomme. „Aus Berlin“, antwortete ich. "Ach so", sagte er und schaute wieder in seine Akten, "aus Deutschland. Na, großartig. Ihr Deutschen schickt uns 5000 Helme, und die Russen lassen demnächst Raketen auf uns niederregnen." Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich mich für mein Land geschämt und für meine Regierung, die der Ukraine die angeforderte Unterstützung mit Hinweis auf unsere Geschichte versagte – auf eben jene Geschichte, die ich gerade in Kiew erforschte. &#13;
Ich war vier Wochen lang in der ukrainischen Hauptstadt, bis ich meinen Aufenthalt vorzeitig abbrechen musste. Vom ersten Tag an spürte ich den eigentümlichen Schwebezustand, in dem sich das ganze Land befand. Der Alltag in der großen Metropole lief weiter, ungeachtet der immer bedrohlicheren Nachrichten. Im persönlichen Gespräch hingegen bot sich ein anderes Bild. Zwar blieb der offen ausgesprochene Pessimismus des Nutzers im SBU-Archiv die Ausnahme, Illusionen machte sich aber niemand.</description>
      <author>Bert Hoppe</author>
      <category>webpublication</category>
      <guid>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2759</guid>
      <pubDate>Wed, 12 Jun 2024 11:39:23 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Russlands Wissenschaftler:innen protestieren. Offene Briefe gegen den Krieg</title>
      <link>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2756</link>
      <description>Die Bevölkerung Russlands steht nicht geschlossen hinter dem Krieg gegen die Ukraine. Trotz aller Bemühungen der staatlichen Propaganda, den Krieg in der russischen Öffentlichkeit als „Spezialoperation“ zu inszenieren, regt sich vielerorts Widerstand. Die Proteste begannen unmittelbar nach dem russischen Angriff. In vielen Städten gingen tausende Menschen auf die Straßen und Plätze um gegen den Krieg zu demonstrieren. In sozialen Medien wird der Hashtag #НетВойне (dt. Nein zum Krieg) millionenfach genutzt, geteilt und gelikt. Jede einzelne Unmutsäußerung erfordert großen persönlichen Mut und Zivilcourage im Angesicht des staatlichen Repressionsapparats. Und dennoch äußern sich viele russische Wissenschaftler:innen, Journalist:innen, Künstler:innen und Journalist:innen deutlich gegen den Krieg. Gegenwärtig kursieren mehrere "Offene Briefe", die binnen kürzester Zeit von hunderten oder gar tausenden Personen unterzeichnet wurden. Dass ihre Stimmen in Deutschland gehört werden, ist wichtig in einer Situation, in der deutsche und europäische Wissenschaftsinstitutionen ihre teils seit Jahrzehnten bestehenden Kooperationen mit russischen Universitäten und Forschungseinrichtungen auf unbestimmte Zeit unterbrochen oder gänzlich beendet haben. Deshalb werden hier drei dieser Dokumente in Auszügen übersetzt und so für ein deutschsprachiges Publikum dokumentiert.</description>
      <author>Robert Kindler</author>
      <category>webpublication</category>
      <guid>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2756</guid>
      <pubDate>Wed, 12 Jun 2024 11:31:46 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Russlands Überfall auf die Ukraine – Eine Zeitenwende?</title>
      <link>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2755</link>
      <description>"Zeitenwende": gleich mehrfach gebrauchte Bundeskanzler Olaf Scholz in seiner Regierungserklärung zum Krieg in der Ukraine am 27. Februar im Deutschen Bundestag dieses Wort, um zu beschwören, dass seit dem russischen Überfall auf die Ukraine plötzlich alles ganz anders sei. Außenministerin Annalena Baerbock hatte schon am Morgen des russischen Überfalls bekundet: „Wir sind heute in einer anderen Welt aufgewacht.“&#13;
Doch provozieren die großen Worte von der Zeitenwende die Skepsis des Zeithistorikers. Mit einigem zeitlichen Abstand hat sich schon manche eilig ausgerufene historische Zäsur als weniger einschneidend erwiesen, als sie im Eifer des Moments noch scheinen mochte.&#13;
Im Falle der deutschen Bundesregierung stößt die eminent politische Absicht, mit der der russische Angriffskrieg zum unvorhersehbaren historischen Wendepunkt erklärt wird, übel auf.</description>
      <author>Florian Peters</author>
      <category>webpublication</category>
      <guid>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2755</guid>
      <pubDate>Wed, 12 Jun 2024 11:24:48 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Die Wirklichkeit ist angekommen … Ein Dossier aus Anlass des russischen Überfalls auf die Ukraine</title>
      <link>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2724</link>
      <description>Dieser Band dokumentiert die Texte von deutschen, ukrainischen, polnischen, US-amerikanischen, belarussischen, georgischen und auch russischen Historiker:innen, die kurz nach dem russischen Angriff auf die Ukraine am 24. Februar 2022 entstanden sind. Sie behandeln ganz unterschiedliche Dimensionen einer geschichtlichen Diskussion, die durch die russische Großinvasion ausgelöst wurde. Denn auch zwei Jahre nach Kriegsbeginn ist die historische Kontextualisierung des aktuellen Geschehens wichtiger denn je.&#13;
&#13;
Die Publikation basiert auf einem Dossier auf dem Online-Portal zeitgeschichte | online (zeitgeschichte-online.de) und wird durch einige Texte zum Thema "Bilder des Krieges in der Ukraine" des Online-Angebots Visual History (visual-history.de) ergänzt. Beide Angebote werden vom Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) Open Access im Internet zur Verfügung gestellt. Das Werk ist auch als Open Access-Publikation online abrufbar unter www.zdbooks.de.</description>
      <author/>
      <category>book</category>
      <guid>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2724</guid>
      <pubDate>Fri, 31 May 2024 14:41:39 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Solidarität und ihre Grenzen. Die »Brigaden der Freundschaft« der DDR</title>
      <link>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2700</link>
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      <author>Eric Burton</author>
      <category>bookpart</category>
      <guid>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2700</guid>
      <pubDate>Tue, 12 Mar 2024 09:33:04 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Getrennte Solidarität? West- und ostdeutsches Engagement für Nicaragua Sandinista in den 1980er Jahren</title>
      <link>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2697</link>
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      <author>Stefanie Senger</author>
      <category>bookpart</category>
      <guid>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2697</guid>
      <pubDate>Tue, 12 Mar 2024 09:21:09 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Reisen für die Revolution. Solidaritätsbrigaden als Praktik transnationaler Solidarität zwischen der Bundesrepublik und dem sandinistischen Nicaragua</title>
      <link>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2696</link>
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      <author>Christian Helm</author>
      <category>bookpart</category>
      <guid>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2696</guid>
      <pubDate>Tue, 12 Mar 2024 09:16:34 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Solidarität und Alltag der DDR aus der Sicht exilierter Mitglieder des African National Congress</title>
      <link>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2701</link>
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      <author>Anja Schade</author>
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      <guid>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2701</guid>
      <pubDate>Tue, 12 Mar 2024 09:08:50 +0100</pubDate>
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    <item>
      <title>Internationale Solidarität im geteilten Deutschland. Konzepte und Praktiken</title>
      <link>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2695</link>
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      <author>Frank Bösch</author>
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      <guid>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2695</guid>
      <pubDate>Tue, 12 Mar 2024 08:50:53 +0100</pubDate>
    </item>
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      <title>»Schwarze Schwester Angela«. »Rot-schwarze« Verbundenheitsvorstellungen und die DDR-Solidaritätskampagne für Angela Davis</title>
      <link>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2702</link>
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      <author>Sophie Lorenz</author>
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      <guid>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2702</guid>
      <pubDate>Tue, 05 Mar 2024 14:59:07 +0100</pubDate>
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      <title>Europa als »Dritte Welt«. Europäische Perspektiven auf globalen Aktivismus während des Kalten Krieges</title>
      <link>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2703</link>
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      <author>Kim Christiaens</author>
      <category>bookpart</category>
      <guid>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2703</guid>
      <pubDate>Tue, 05 Mar 2024 13:24:50 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Internationale Solidarität. Globales Engagement in der Bundesrepublik und der DDR</title>
      <link>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2694</link>
      <description>Ziele und Praktiken der internationalen Solidarität in Ost- und Westdeutschland im Kalten Krieg.&#13;
&#13;
Seit den späten 1960er Jahren entstanden in vielen westlichen Ländern zivilgesellschaftliche Initiativen, die Teile der »Dritten Welt« unterstützten. Auch in der Bundesrepublik engagierten sich zahlreiche Solidaritätsgruppen für politisch Verfolgte in lateinamerikanischen Diktaturen, gegen die rassistische Ordnung in Südafrika oder für den Aufbau sozialistischer Reformprojekte in Nicaragua. In der DDR entstand dagegen eine staatlich initiierte internationale Solidarität. Sie leistete ebenfalls Hilfe vor Ort und basierte auf einer massenhaften Unterstützung. Mitunter entstanden auch hier unabhängige Aktionen.&#13;
In diesem Buch untersucht eine internationale Autorengruppe die Ziele und Praktiken der internationalen Solidarität in Ost- und Westdeutschland zur Zeit des Systemkonflikts. Die Solidarität fassen sie als grenzübergreifende Praxis im Kalten Krieg und betrachten besonders Lateinamerika und das südliche Afrika. Deutlich werden dabei vielfältige transnationale Kooperationen, die über den Menschenrechtsdiskurs hinaus reichten. Ebenso werden die Grenzen vieler Initiativen erkennbar, deren Scheitern und die damit verbundene Enttäuschung.</description>
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      <category>book</category>
      <guid>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2694</guid>
      <pubDate>Thu, 22 Feb 2024 09:24:14 +0100</pubDate>
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      <title>Sicherheit, Demokratie und Transparenz. Elektronische Datenverbundsysteme in der Bundesrepublik und den USA in den 1970er und 1980er Jahren</title>
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      <author>Constantin Goschler; Christopher Kirchberg; Jens Wegener</author>
      <category>bookpart</category>
      <guid>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2619</guid>
      <pubDate>Tue, 07 Nov 2023 15:20:15 +0100</pubDate>
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      <title>Der vergessene Krieg. Der Konflikt um Bergkarabach zwischen Armenien und Aserbaidschan</title>
      <link>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2482</link>
      <description>Nach kurzer Recherche wird deutlich, dass die Konflikte zwischen Aserbaidschan und Armenien bereits nach der Oktoberrevolution im Jahr 1917 ausbrachen. Kurz vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion indes eskalierte der Konflikt (1988), als beide Länder noch Teilrepubliken der SU waren. Damals forderte die mehrheitlich armenische Bevölkerung Karabachs den Anschluss des völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehörenden Gebietes. Darauf reagierte Aserbaidschan mit Pogromen in Sumgait und Baku, gefolgt von der Vertreibung der Armenier*innen aus Aserbaidschan. Karabach-Armenien gewann diesen Krieg. Die in Bergkarabach lebenden Aserbaidschaner*innen flohen oder wurden vertrieben. Im Jahr 2020 eroberte Aserbaidschan die Gebiete zurück und besetzte Teile Bergkarabachs. Der Krieg sollte 44 Tage andauern und wurde am 9. November 2020 durch einen gemeinsamen Vertrag beider Länder beendet. Die Waffenruhe wird durch Russland überwacht. Der im September 2022 wieder aufgeflammte Krieg/Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien taucht in den Institutionen, die sich mit der jährlichen Registrierung der Konflikte und Kriege beschäftigen (AKUF, BpB), derzeit nicht auf. Überhaupt sind die Kenntnisse über die Geschichte und Gegenwart dieser Region selbst unter Historiker*innen sehr gering.</description>
      <author>Arpine Maniero; Annette Schuhmann</author>
      <category>webpublication</category>
      <guid>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2482</guid>
      <pubDate>Tue, 13 Jun 2023 14:44:18 +0200</pubDate>
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      <title>Innere Sicherheit transnational. Bundesdeutsche Polizeihilfe für Lateinamerika in den 1970er- und 1980er-Jahren</title>
      <link>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2469</link>
      <description>Eine oft übersehene Dimension der Auseinandersetzung bundesdeutscher Sicherheitsakteure mit dem international vernetzten Linksterrorismus ab den 1970er-Jahren ist die sogenannte Polizeihilfe für Staaten des Globalen Südens. Bundesdeutsches Know-how und Polizeitechnik made in Germany sollten die Polizeibehörden in Partnerländern modernisieren und so die internationale Anti-Terror-Zusammenarbeit verbessern. Der Aufsatz untersucht die Dynamiken solcher Kooperationen in Lateinamerika und stützt sich dabei vor allem auf Akten der beteiligten Bundesministerien. Westdeutsche Behörden stuften die Region aufgrund ihrer politischen Instabilität als möglichen Rückzugsort terroristischer Gruppen ein. Anders als oft dargestellt, folgten die Programme jedoch kaum einer außen- oder sicherheitspolitischen Gesamtstrategie. Vielmehr entwickelten sich die prestigeträchtigen Polizeihilfen zu einer symbolischen »Währung« für die Aushandlungsprozesse zwischen den Akteuren einer zunehmend transnationalisierten »Inneren Sicherheit«. Partnerschaften zwischen den Sicherheitsinstitutionen von demokratischen Staaten wie der Bundesrepublik und Militärdiktaturen wie Brasilien, Chile oder Peru waren dabei die Regel.</description>
      <author>Fabian Bennewitz; Markus-Michael Müller</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/2469</guid>
      <pubDate>Tue, 30 May 2023 18:01:18 +0200</pubDate>
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