Faschismus
Refine
Year of publication
Document Type
- Online Publication (55)
- Journal Article (15)
- Book (3)
- Part of a Book (3)
- Preprint (1)
Keywords
Während seiner Inhaftierung 1980 versucht der Rechtsterrorist Manfred Roeder, in einem Artikel für eine Zeitschrift der rechtsextremen Szene seine politische Radikalisierung zu rechtfertigen.
Kommentar zur Quelle: Quelle: Manfred Roeder, Ich gebe Rechenschaft, in: Die Bauernschaft. Für Recht und Gerechtigkeit. Unabhängige Korrespondenz für Freunde und Förderer des Bauernstandes, Nr. 4/1980, Dezember 1980, S. 5/6.
Britisches Eingreifen zerschlug 1953 ein konspiratives Netzwerk, das eine nationalistische Sammlungspartei schaffen wollte. Grimm leugnet in seiner Schrift, dass es eine solche Verschwörung, an der er selbst teilhatte, je gegeben habe.
Kommentar zur Quelle: Quelle: Friedrich Grimm, Unrecht im Rechtsstaat. Tatsachen und Dokumente zur politischen Justiz dargestellt am Fall Naumann, Tübingen: Verlag der Deutschen Hochschullehrer-Zeitung, 1957, Auszüge S. 9–16, 168–172 und 217–222.
Bereits kurz nach Kriegsende erlebte im besetzten Bayern der rechte Populismus, den es schon in der Weimarer Republik gegeben hatte, in der Person von Alfred Loritz, dem Chef der Wirtschaftlichen Aufbau-Vereinigung (WAV), eine erste Renaissance.
Kommentar zur Quelle: Quelle: Stenographischer Bericht über die Verhandlungen des Bayerischen Landtags. Erste öffentliche Sitzung. Montag, den 16. Dezember 1946, in: Verhandlungen des Bayerischen Landtags, Stenographischer Bericht, Wahlperiode 1 (1946–1950), München o.J., S. 1–18, hier S. 3–4.
Angriff auf die NS-Aufarbeitung. Ein Flugblatt vom neonazistischen Kampfbund deutscher Soldaten
(2026)
Holocaustleugnung – das war der Kern der Aktionen des Kampfbundes deutscher Soldaten. Sein Gründer, der Neonazi Erwin Schönborn, versuchte seit 1975 mit einem provokanten Flugblatt, erinnerungskulturelle Debatten und KZ-Prozesse zu beeinflussen.
Kommentar zur Quelle: Quelle: Kampfbund Deutscher Soldaten, 10.000,- DM Belohnung, verantwortl. Erwin Schönborn, Frankfurt am Main, Juni 1977, antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin e.V. (apabiz).
Die Sozialistische Reichspartei gilt als früher Versuch, den Nationalsozialismus in der Bundesrepublik parteipolitisch wiederzubeleben. Ihr Programm zeigt das Bemühen, unter veränderten Rahmenbedingungen an Kernelemente des NS-Gedankenguts anzuknüpfen.
Kommentar zur Quelle: Quelle: Aktionsprogramm der Sozialistischen Reichspartei, verantwortl. Fritz Dorls, Druck: Funke-Drucke Velbert, o.D. [1949], Bundesarchiv B 104/7, Bl. 38 (Vorder- und Rückseite).
Die Verharmlosung der NS-Verbrechen, insbesondere des Holocaust, steht bis heute im Zentrum rechtsradikaler Weltanschauung. Christophersens Die Auschwitz-Lüge ist ein frühes Schlüsseldokument der Holocaustleugnung, die ab den 1970er-Jahren eine neue Dynamik entwickelte.
Kommentar zur Quelle: Quelle: Thies Christophersen, Die Auschwitz-Lüge. Ein Erlebnisbericht, Mohrkirch: Kritik-Verlag, 1973, Auszüge S. 16–19 und 29–33.
Max Horkheimer und Theodor W. Adorno schrieben die »Dialektik der Aufklärung« vor acht Jahrzehnten in der Emigration, quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Sie war als eine Art »Flaschenpost« gedacht, die dann tatsächlich im Zuge der studentischen Protestbewegung der 1960er-Jahre entkorkt wurde – durchaus gegen Widerstände von Horkheimer, der aktivistischen Missbrauch von Gedanken aus einem anderen Kontext befürchtete. Seitdem gilt die Schrift, in der »die Aufklärung« – verstanden als das menschliche Bestreben, sich mittels Naturbeherrschung und Vernunft zu emanzipieren – einer Selbstkritik unterworfen wird, als ein Klassiker der Sozialphilosophie, der immer wieder neu gelesen, oft als antiquierte Kulturkritik verworfen wird und gleichwohl auch immer wieder neue Liebhaber findet.
