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  • 2026 (15)

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  • German (15)

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Revolutionärer Nationalismus und Aufruf zur Gewalt: Die „Revoltesongs“ von Henning Eichberg (2026)
Børresen, Linn Sofie
Henning Eichberg verfasste ca. 1968-1970 sechs sogenannte Revoltesongs. Diese Lieder sollten nicht nur das „nationalrevolutionäre Kernthema“, neuer Nationalismus als Gegenreaktion auf die beiden Supermächte, darstellen, sondern spornten in einem heterogenen rechten Milieu zur Gewalt an. Kommentar zur Quelle: Quelle: Revolutionärer Nationalismus und Aufruf zur Gewalt: Die „Revoltesongs“ von Henning Eichberg; T. Sievers, Anpassersong, in: Roland Brehm (hg.) Lied auf Schallplatte, Protestlieder, Ausgeführt von Roland Brehm und Karl-Heinz Weigelt, (München: Bundesleitung der Jungen Nationaldemokraten). Süddänische Universitätsbibliothek (Nachlass).
SPUR. Eine Quellensammlung "negativ-dekadenter" Sub- und Jugendkulturen im Archiv der Jugendkulturen (2026)
Trotz der Breite der internationalen Fanzine-Sammlung des Archivs der Jugendkulturen (AdJ) finden sich kaum Fanzines aus der DDR, da der SED-Staat szene-eigene Ausdrucksformen massiv unterdrückte. Mitglieder sogenannter negativ-dekadenter Szenen – ob nun Punks, Skinheads oder Gothics – nutzten daher immer wieder Fanzines aus dem Westen als Sprachrohr. Später kamen Fanzines und Zeitschriften hinzu, die in der DDR in ihren finalen Jahren sowie in der Nachwendezeit entstanden sind. In der ersten Phase des Projekts SPUR wurden rund 500 solcher »Spuren« jugend- und subkultureller Szenen aus der DDR in der archiveigenen Sammlung ausfindig gemacht, zusammengetragen und in einer Bibliografie zusammengestellt. Die Materialien dienten in der zweiten Projektphase als Basis für die vorliegende kommentierte Quellenedition. Diese spannt den Bogen von den 1970er Jahren bis hinein in die Transformationsphase nach dem Mauerfall (1989-1995) und ermöglicht erstmals einen ungefilterten Einblick in die zeitgenössische Selbstwahrnehmung der Beteiligten. Sie schließt zudem eine wesentliche Lücke in der historischen Aufarbeitung der Jugend- und Subkulturen in der DDR. Während bisher, abgesehen von wenigen Quellen aus den Archiven der DDR-Opposition, vor allem die Akten des Stasi-Unterlagen-Archivs und retrospektive Erinnerungen der Beteiligten die Forschung dominierten, rückt diese Edition die zeitgenössischen Stimmen der Akteur:innen in den Fokus. Es wird nicht nur deutlich, wie die Protagonist:innen ihre Situation damals empfanden, sondern auch, wie sie in einem repressiven System sowie in der konfliktreichen Nachwendezeit ihre eigenen Räume gestalteten.
Feindbild Günter Grass. Die Offenen Briefe des DKEG an den Bundespräsidenten Heinrich Lübke (2026)
Müller, Yves
Das Deutsche Kulturwerk europäischen Geistes e.V. nutzte 1967 die Berufung von Günter Grass in den „Kunstausschuss“ für die Olympischen Spiele 1972, um die verhasste gesellschaftliche und kulturelle Liberalisierung in der Bundesrepublik anzugreifen. Kommentar zu Quellen: Quellen: Böhme, Herbert: Unser Brief an den Bundespräsidenten! (23.8.1967), in: Deutsches Kulturwerk Europäischen Geistes: Das deutsche Kulturwerk, 7. Brief, S. 25–27 [= Beilage zu: Klüter Blätter 18 (1967), H. 10]. Böhme, Herbert: Zweiter Brief an den Herrn Bundespräsidenten! (26.10.1967), in: Deutsches Kulturwerk Europäischen Geistes, Das deutsche Kulturwerk, 8. Brief, S. 61 [= Beilage zu: Klüter Blätter 18 (1967), H. 11/12].
Neuer Anstrich für den alten Nationalismus: Gert Waldmanns „Von der Linken lernen?“ (2026)
Müller-Zetzsche, Marie
Mit einem provokanten Aufruf in der Zeitschrift Nation Europa löst Gert Waldmann eine Debatte um Ideologie und Aktionsformen der Nationalen Opposition aus. Der Wunsch, der Neuen Linken den Rang abzulaufen, verbindet sich mit neuem Generationsbewusstsein: Die Neue Rechte entsteht. Kommentar zur Quelle: Quelle: Gert Waldmann, Von der Linken lernen? Respektlose Gedanken eines jungen Nationalisten, in: Nation Europa 19 (1969), H. 8, S. 23–24.
Kampf um Deutungshoheiten: Die „Rechenschaft“ des Rechtsterroristen Manfred Roeder (2026)
Muschiol, Darius
Während seiner Inhaftierung 1980 versucht der Rechtsterrorist Manfred Roeder, in einem Artikel für eine Zeitschrift der rechtsextremen Szene seine politische Radikalisierung zu rechtfertigen. Kommentar zur Quelle: Quelle: Manfred Roeder, Ich gebe Rechenschaft, in: Die Bauernschaft. Für Recht und Gerechtigkeit. Unabhängige Korrespondenz für Freunde und Förderer des Bauernstandes, Nr. 4/1980, Dezember 1980, S. 5/6.
Eine rechte Verschwörung und ihre publizistische Leugnung: Unrecht im Rechtsstaat von Friedrich Grimm (2026)
Rigoll, Dominik
Britisches Eingreifen zerschlug 1953 ein konspiratives Netzwerk, das eine nationalistische Sammlungspartei schaffen wollte. Grimm leugnet in seiner Schrift, dass es eine solche Verschwörung, an der er selbst teilhatte, je gegeben habe. Kommentar zur Quelle: Quelle: Friedrich Grimm, Unrecht im Rechtsstaat. Tatsachen und Dokumente zur politischen Justiz dargestellt am Fall Naumann, Tübingen: Verlag der Deutschen Hochschullehrer-Zeitung, 1957, Auszüge S. 9–16, 168–172 und 217–222.
Rechter Populismus unter alliierter Besatzung: Alfred Loritz im Bayerischen Landtag, 16. Dezember 1946 (2026)
Rigoll, Dominik
Bereits kurz nach Kriegsende erlebte im besetzten Bayern der rechte Populismus, den es schon in der Weimarer Republik gegeben hatte, in der Person von Alfred Loritz, dem Chef der Wirtschaftlichen Aufbau-Vereinigung (WAV), eine erste Renaissance. Kommentar zur Quelle: Quelle: Stenographischer Bericht über die Verhandlungen des Bayerischen Landtags. Erste öffentliche Sitzung. Montag, den 16. Dezember 1946, in: Verhandlungen des Bayerischen Landtags, Stenographischer Bericht, Wahlperiode 1 (1946–1950), München o.J., S. 1–18, hier S. 3–4.
Angriff auf die NS-Aufarbeitung: Ein Flugblatt vom neonazistischen Kampfbund deutscher Soldaten (2026)
Saß, Jakob
Holocaustleugnung – das war der Kern der Aktionen des Kampfbundes deutscher Soldaten. Sein Gründer, der Neonazi Erwin Schönborn, versuchte seit 1975 mit einem provokanten Flugblatt, erinnerungskulturelle Debatten und KZ-Prozesse zu beeinflussen. Kommentar zur Quelle: Quelle: Kampfbund Deutscher Soldaten, 10.000,- DM Belohnung, verantwortl. Erwin Schönborn, Frankfurt am Main, Juni 1977, antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin e.V. (apabiz).
Bomben gegen das US-Imperium. Abschied vom Hitlerismus (2026)
Schulze, Christoph
Die Neonazi-Militanten Odfried Hepp und Walther Kexel plädieren 1982 für eine Neuausrichtung rechtsextremer Politik: Der „Hitlerkult“ sei zu überwinden und ein „antiimperialistischer Befreiungskampf“ zusammen mit anderen Kräften einzuleiten. Kommentar zur Quelle: Quelle: Odfried Hepp/Walther Kexel, Abschied vom Hitlerismus, Offenbach 30.6.1982, Bundesarchiv (BArch), Ministerium für Staatssicherheit (MfS), AOPK 7896/91, Bd. 1, Bl. 26–29.
Entsorgung der NS-Geschichte. Armin Mohlers Vergangenheitsbewältigung (2026)
Tändler, Maik
Endlich Schluss zu machen mit der Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus, das zählte schon immer zu den Forderungen der Rechten in der Bundesrepublik. Zentrale Argumente dafür hat seit den 1960er-Jahren Armin Mohler geliefert. Kommentar zur Quelle: Quelle: Armin Mohler, Vergangenheitsbewältigung. Von der Läuterung zur Manipulation, Stuttgart-Degerloch: Seewald Verlag, 1968, S. 45–50 (gekürzt).
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