Publikationsorientiertes Schreiben

  • Als ich mich vor einigen Jahren in der Endphase meiner Dissertation befand, hörte ich in einem Kolloquium an der Universität Bielefeld den Vortrag einer auswärtigen Doktorandin. In der Diskussion verblüffte sie mich und andere mit der keineswegs ironisch gemeinten Bemerkung, ihre Arbeit sei im Grunde fertig, sie müsse „nur noch geschrieben werden“. Im Herbst 2007 ist das Buch dieser Doktorandin nun erschienen – mindestens sechs Jahre nach dem erwähnten Kolloquium. Es mag wichtige fachliche oder persönliche Gründe gegeben haben, die einer früheren Fertigstellung im Wege standen. Irreführend ist auf jeden Fall die Annahme, das Schreiben sei ein sachlich und zeitlich abzutrennendes Element, eine der Forschung gleichsam äußerliche und nachgelagerte Phase. Das Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, den engen Zusammenhang von Forschungs- und Schreibprozess zu betonen und die Publikation – als gewünschtes Ergebnis dieses Prozesses – dabei von Anfang an mitzudenken.

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Metadaten
Author:Jan-Holger Kirsch
DOI:https://doi.org/10.14765/zzf.dok.1.1085
Parent Title (German):Promovieren zur deutsch-deutschen Zeitgeschichte. Ein Handbuch
Publisher:Metropol
Place of publication:Berlin
Editor:Daniel Hechler, Jens Hüttmann, Ulrich Mählert, Peer Pasternack
Document Type:Part of a Book
Language:German
Date of Publication (online):2017/11/21
Date of first Publication:2009/01/01
Publishing Institution:Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam e.V.
Release Date:2017/11/22
First Page:199
Last Page:214
ZZF Topic-Classification:Wissenschaft
Licence (German):License LogoZZF - Clio Lizenz