„Todestango“? Über ein Foto aus einem NS-Lager in Lemberg/Lviv

  • Der „Todestango“ gehört zu den bekanntesten und zugleich rätselhaftesten Kompositionen, die in Konzentrations- und Vernichtungslagern der SS gespielt worden sein sollen. Der Legende nach entstand er im Zwangsarbeits- und Durchgangslager Janowska in Lemberg/Lviv, der damaligen Hauptstadt Galiziens, das nach dem Überfall des Hitler-Regimes auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 unter deutsche Besatzung geriet. In einer Bildanalyse führt Dietz aus, dass wesentliche Inhalte, die Rückschlüsse (oder Zweifel) über den Ort der Aufnahme erlauben, im bisherigen Diskurs übergangen wurden. In diesem Zusammenhang wird die Frage zu diskutieren sein, ob die Aufnahme wirklich das Orchester des Janowska-Lagers oder möglicherweise das Orchester des Lemberger Ghettos zeigt.

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Metadaten
Author:Dirk Dietz
URL:https://visual-history.de/2022/10/24/dietz-todestango/
DOI:https://doi.org/10.14765/zzf.dok-2426
Publisher:ZZF - Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung: Visual History
Place of publication:Potsdam
Document Type:Online Publication
Language:German
Date of first Publication:2022/10/24
Release Date:2022/11/10
ZZF Topic-Classification:Nationalsozialismus
Fotografie
Holocaust
ZZF Regional-Classification:ohne regionalen Schwerpunkt
ZZF Chronological-Classification:1900-1945
Web-Publications:Visual-History
Licence (German):License LogoCreative Commons - Namensnennung-Nicht kommerziell-Keine Bearbeitung (CC BY-NC-ND 4.0)