Ermüdungsbrüche im Wohlfahrtsstaat. Claus Offes frühe Hinweise auf „Strukturprobleme“ von „spätkapitalistischen“ Gesellschaften

  • Zu keinem Zeitpunkt wurde der „kurze Traum immerwährender Prosperität“1 intensiver und farbiger geträumt als zu Beginn der 1970er-Jahre. Mit Karl Schillers ökonomischer Globalsteuerung hatte die Große Koalition das Instrumentarium keynesianischer Konjunkturregulierung in ihre Wirtschaftspolitik integriert. Und als die Mini-Rezession von 1966/67 rasch überwunden werden konnte, schien es, als sei der kapitalistische Drache endgültig in Bande geschlagen und in einen Goldesel verwandelt. Ein langfristig stabilisiertes Wirtschaftswachstum würde steigende Einkünfte aus Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen bewirken und so die finanziellen Grundlagen sozialliberaler Reformpolitik dauerhaft sicherstellen. Das war die große Utopie.

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Metadaten
Author:Winfried SüßGND
URL:https://www.zeithistorische-forschungen.de/3-2006/4726
DOI:https://doi.org/10.14765/zzf.dok-1932
Parent Title (German):Zeithistorische Forschungen – Studies in Contemporary History
Publisher:ZZF – Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen
Place of publication:Potsdam
Document Type:Journal Article
Language:German
Date of Publication (online):2007/07/23
Date of first Publication:2007/07/23
Release Date:2020/09/30
Volume:3
Issue:3
First Page:470
Last Page:474
ZZF Regional-Classification:Europa
Europa / Westeuropa
Europa / Westeuropa / Deutschland
Europa / Westeuropa / Deutschland / Bundesrepublik
regional übergreifend
ZZF Chronological-Classification:1970er
1945-
ZZF Topic-Classification:Soziales
Politik
Wirtschaft
Geistes- und Ideengeschichte
Intellectual History
Web-Publications:Zeithistorische Forschungen
Studies in Contemporary History: Articles:3 / 2006 Die 1970er-Jahre – Inventur einer Umbruchzeit
Publication type:Rezension
Licence (German):License LogoZZF - Clio Lizenz