Zapatistische Wandmalerei. Partizipative Kunst in basisdemokratischen Gemeinden und das Verhältnis zwischen Affekten/Emotionen und Sinnproduktion

  • Die Mehrzahl der administrativen und privaten Gebäude der selbstverwalteten Gemeinden der aufständischen Zapatisten im Südosten von Mexiko ist mit Wandbildern bemalt. Wenn man die zapatistischen Orte besucht, ergibt sich durch die überwältigende Farbenpracht der verschiedenen Bilder der Eindruck, ein Freilichtmuseum zu betreten. Lässt sich die mexikanische Tradition des Muralismus hier neu entdecken? Doch diese Bilder werden nicht von professionellen Künstlern im Auftrag der Regierung oder von Wirtschafts- und Kunstunternehmen gemalt, sondern von den Gemeindemitgliedern selbst oder deren Unterstützern. Auch stehen die Wandbilder nicht wie bei vielen Graffiti-Künstlern oder in der Pop-Art als Kunst des Underground dem offiziellen kapitalistischen Kunstbetrieb gegenüber oder versuchen diesen zu unterlaufen. Die Zapatistischen Wandbilder sind selbst autorisierte und kollektive Werke, die aus der Mitte der Gemeinschaft kommen und am besten mit dem Begriff der „kommunalen und partizipativen Kunst“ beschrieben werden können.

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Metadaten
Author:Raina ZimmeringGND
URL:https://visual-history.de/2017/10/24/zapatistische-wandmalerei/
DOI:https://doi.org/10.14765/zzf.dok-2747
Publisher:ZZF - Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung: Visual History
Place of publication:Potsdam
Document Type:Online Publication
Language:German
Date of first Publication:2017/10/24
Release Date:2024/04/09
Dewey Decimal Classification:3 Sozialwissenschaften / 32 Politikwissenschaft / 323 Grundrechte und politische Rechte
7 Künste und Unterhaltung / 75 Malerei / 750 Malerei, Gemälde
ZZF Chronological-Classification:20. Jahrhundert
ZZF Topic-Classification:Kultur
Kunst
Protest
ZZF Regional-Classification:Amerika / Mittelamerika
Web-Publications:Visual-History
Licence (German):License LogoZZF - Clio Lizenz