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Vom Säbelhieb zum »sanften Weg«? Lektüren physischer Gewalt zwischen Bürgern und Polizisten im 20. Jahrhundert

  • Die beiden im Folgenden geschilderten Fälle polizeilicher Gewaltanwendung in Deutschland aus dem ersten und letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts haben eines gemeinsam: Sie wurden für die Zeitgenossen als »Übergriff«, als »Amtsmissbrauch« zum Skandal und zogen die Aufmerksamkeit der Presse auf sich. Daher sind sie auch verhältnismäßig gut überliefert und ragen aus der Masse der vielen, »alltäglich« gebliebenen und noch immer bleibenden Fällen polizeilicher Gewaltanwendung heraus. Das gibt uns die Möglichkeit, sie als Sonden in die öffentlichen Gewaltverhältnisse ihrer Zeit zu nutzen: Anhand der konkreten Umstände und der beteiligten Akteure lässt sich, so die Überlegung, untersuchen, wie sich Legitimation und Ausübung staatlicher Herrschaft, die öffentliche Auseinandersetzung und Konsensbildung über staatliche Gewaltanwendung und die von sozialkulturellen Erfahrungshintergründen abhängigen Standards alltäglich erfahrener Mitmenschen zugefügter Gewalt miteinander verbanden.

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Metadaten
Author:Thomas Lindenberger
URL:https://www.zeithistorische-forschungen.de/sites/default/files/medien/material/2018-2/Lindenberger_2003.pdf
Parent Title (German):WerkstattGeschichte
Document Type:Journal Article
Language:German
Year of first Publication:2003
Release Date:2021/03/09
Volume:35
First Page:7
Last Page:22
ZZF Regional-Classification:Europa / Westeuropa / Deutschland
ZZF Topic-Classification:Gewalt
ZZF Chronological-Classification:1990er
1910er
1900er
Studies in Contemporary History: Materials:2/2018 Gewaltabkehr als gesellschaftliches Projekt in der Bundesrepublik Deutschland 2/2018
Licence (German):License LogoMit freundlicher Genehmigung des jeweiligen Autors / Verlags für Online-Ausgabe der Zeitschrift Zeithistorische Forschungen