Der Markt der Zeitgeschichtsschreibung. Ein Plädoyer für mehr Empirie

  • Die folgende Skizze verzichtet ganz auf normative Stellungnahmen. Wie man „gute“ Zeitgeschichte schreiben und welche Aufgaben sie haben sollte – solche Proklamationen sind eine allzu verbreitete Übung von Historikern, zumal sie ohne die Anstrengung empirischer Forschung von der Hand gehen. Stattdessen soll hier gefragt werden, inwieweit wir es uns überhaupt erlauben können, Diagnosen über Wandel und Kontinuität in der Zeitgeschichtsschreibung aufzustellen und daran Empfehlungen zu knüpfen, solange wir nicht auf empirisch gesichertem Grund stehen. Wohlgemerkt, es geht um Anfragen, nicht um Resultate oder Lösungen. Sind die oft behaupteten Tendenzen – zunehmende Marktabhängigkeit, Emotionalisierung, Internationalisierung, mangelnde Selbstreflexion der Zeitgeschichte, teleologische und gegenwartslegitimatorische Geschichtsschreibung à la Treitschke – typisch für die Zeitgeschichte? Vorausgesetzt, die Elemente des Merkmalskatalogs treffen überhaupt zu: Was davon betrifft die Zeitgeschichte, was die gesamte Geschichtsschreibung?

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Metadaten
Author:Olaf Blaschke
URL:https://www.zeithistorische-forschungen.de/3-2009/4416
DOI:https://doi.org/10.14765/zzf.dok-1804
Parent Title (German):Zeithistorische Forschungen – Studies in Contemporary History
Publisher:ZZF – Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen
Place of publication:Potsdam
Document Type:Journal Article
Language:German
Date of Publication (online):2010/05/10
Date of first Publication:2010/05/10
Release Date:2020/07/16
Volume Number:6
Issue:3
First Page:441
Last Page:448
ZZF Regional-Classification:Europa
Europa / Westeuropa
Europa / Westeuropa / Deutschland
Europa / Westeuropa / Deutschland / Bundesrepublik
ZZF Chronological-Classification:1945-
ZZF Topic-Classification:Medien
Public History
Literatur
Historiographiegeschichte
Wissenschaft
Wissen
Portal:Zeithistorische Forschungen
Zeithistorische Forschungen: Originalbeiträge:3 / 2009 Populäre Geschichtsschreibung
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